ErgoTOP - Betriebssport/Betriebl. Gesundheitsförderung

1. Finanzielle Förderung

1.1. § 20 + 20 a SGB: rückwirkend ab 01.01.2008 (Abgabenfreiheit)
Leistungen zur Verbesserung und zum Erhalt des Gesundheitszustandes der Arbeitnehmer werden bis zu 500,- € pro Jahr von STEUER und SOZIALABGABEN freigestellt. Aber: ausgeschlossen sind Fitnesszentren als Anbieter – es müssen Physiotherapeuten sein!

1.2. § 20 SGB Kassenzuschüsse „PRÄVENTION" (80% Kassenzuschüsse)
Alle gesetzl. Kassen unterstützen Präventiv-Kurse als Gesundheitsmaßnahmen der gesetzl. Versicherten aus den Bereichen Bewegung/Ernährung + Gewichtsmanagement/Entspannung + Stressreduzierung.

1.3. $ 44 SGB Rehasport bzw. § 43 SGB ("Funktionstraining")
In der Regel zahlen die Kassen 50 Gruppen-Einheiten á 45 Min. in 18 Mon. (Ausserhalb des Arztbudgets! Kassen zahlen)

2. Gesundheitsangebote, die wie o.g. gefördert werden

2.1. Nach § 20 + 20 a SGB   •  Massagen, Physiotherapien, Medizin. orientiertes Gerätefitnesstraining, Ergonom. Firmenbegehung- und beratung (Ergonom. Consulting) u.a.
•  Zusätzlich alle unter Punkt 2.2 (§ 20 SGB) genannten Kursangebote zertifizierter Physiotherapueten!

2.2. Nach § 20 Präventiv-Kurse/80% Zuschuss

  • Orthopäd. Rückenschule (speziell betriebsorientiert)
  • AquaGymnastik und AquaJogging/AquaFitness
  • Nordic Fitness/Nordic Walking
  • PowerFIT: Gerätegestützter Wirbelsäulenkurs
  • PhysioFIT/PhysioBALL: Ganzkörperfitness (integriert: BBP, Ausdauer, Kraft, Stretching etc.)
  • Pilates Physio Pilates

An unsere heimischen Firmen- und Personalchefs:
Nehmen Sie Kontakt mit uns auf – wir beraten Sie gerne!

3. Zum Nutzen der betrieblichen Rückenschule

Die Dortmunder Deklaration vom 14.03.2009: Eine Erklärung eines Expertenworkshops zum „Tag der Rückengesundheit” (im PDF-Format einsehbar).

 

Radiointerview mit Michael Weyland

THEMA: Gesunder Rücken im Büro...


 

Maßnahmen-Beispiel: Betriebl. Orthop. Rückenschule

Auftraggeber:  Landesbetrieb Mobilität in Kooperation mit dem ZVK Rheinland-Pfalz/Saarland

Teilnehmer: Mitarbeiter der Straßen- bzw. Autobahnmeistereien

  • Diez,
  • Heiligenroth
  • Rennerod
  • Montabaur

Kostenträger: Schwenninger BKK zu 100% (u. andere Kassen zu 80%)

Überblick:

  1. ● Theorievortrag: Anatomie etc. (vgl. oben)
    ● Auftrag an Mitarbeiter: Auflisten Ihrer Arbeitsschwerpunkte
  2. Besprechen der jeweiligen Arbeitsschwerpunkte
    Analyse der spezifischen Erfordernisse und Problempunkte

  3. Praktisches Erlernen und Einschleifen elementarer Arbeitsabläufe, Haltungen (heben, drehen, bücken etc.) Dabei: Besprechen, korrigieren, wiederholen und automatisieren

  4. Transfer des Erlernten in der 1 . 1 – Arbeitssituation
    (z. B. in Salzhalle, am Gullischacht, an der Werkbank …)

    a ) Analyse: wie habt Ihr es bisher gemacht?
    b ) wo sind die Gefahrenmomente, die Belastungen?
    c ) wie könnte es besser aussehen?
    d ) gibt es nur eine Lösung oder ggf. noch Alternativen?
    e ) wo stimmt das Arbeitsumfeld nicht? Hier entstanden Ideen und Vorschläge für die eigene Betriebswerkstatt bzw. auch vorgesetzte Dienststellen, evtl. Geräte oder Arbeitshöhen abzuändern.

    Hier fanden die Mitarbeiter selbst oft tolle Lösungen und setzen so (eine hoffentlich anhaltende) Diskussion über ergonomische Fragen in Gang!

    f ) Alle schleifen den neuen Ablauf ein!

  5. Entspannung/Stressabbau

  6. Beratung (vgl. Pkt. 4)